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Verschiedene Vegetationszonen
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Die Strecke enthüllt die Schönheit und Vielfalt der Wüste, entfaltet die vergletscherten Weiten der Sierra Nevada und gibt herrliche Ausblicke über vulkanische Landschaften. Ein Pfad der Extreme.
Der Pfad durchquert sieben Nationalparks (Sequoia-Nationalpark, Yosemite-Nationalpark, Lassen Volcanic-Nationalpark, Mt. Rainier-Nationalpark), 24 national Forests und 32 national wildernesses. Alles geschützte Zonen, in welchen die Natur noch intakt und mehrheitlich unberührt ist.
4291.5 Kilometer lang ist der Trail. 150 Tage geben wir uns Zeit für den Trail und hoffen dann, in Kanada zu stehen.
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Südgrenze
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Tierra Mexicana, ein leichter Wind geht, die Sonne brennt erbarmungslos. Das fünfteilige Monument des PCT wirft kleine harte Schatten. Hier stehen wir, am Ziel unserer Träume. Wenige Meter hinter uns, der Stacheldrahtzaun, der mexikanisch-amerikanisch Grenze. Hier beginnt der Pfad.
Der Trail verläuft durch mattgrüne, mit Büschen und vertrockneten Gräsern beherrschte Landschaft, den Chaperral. Er führt auf die Gebirgskämme östlich von San Diego und passiert wenig später die Lichter von Hollywood. Danach geht es durch die menschenverlassene Bergwelt und weiter durch Teile der Mojave-Wüste mit ihren haushohen Joshua Tree (Kakteen Art) und den flammend roten Opuntien. Ein rasseln lässt uns inne halten, Klapperschlangen. Wir teilen den Pfad mit ihnen. Grosse Hitze, wenig Wasser, die Kehle ist trocken, überall Sand in der Luft. Nach einem staubigen Tag, glitzernd liegt es vor uns, das erste Wasser seit gestern Morgen. Still und unbewegt liegt es im Schatten einiger struppiger Bäume. Die Frische tut gut.
Der Wüstenhitze folgt die High Sierra, einige der höchsten Gipfel der USA stehen hier. Gletscher, Schneefelder, schroffe Granitflanken, blumenbunte Wiesen, grüne Matten durch die sich schimmernd blaue Bäche winden und wild tosende Wasserfälle gehören zu dieser atemberaubenden Hochgebirgswelt. Der nächste Sattel liegt 1500 Meter über uns. In unzähligen Windungen schlängelt sich der Trail nach oben. Forrester Pass, 4009 Meter, der höchste Punkt des Pacific Crest Trail ist geschafft. Der Trail führt durch unzählige kalte gebirgsbäche, Brücken sind hier oben nicht zu finden, meistes müssen die Flüsse durchwatet werden. Das Wasser ist eiskalt, wir stehen bis zu den Hüften im Wasser und kämpfen gegen die Strömung, nur nicht den Halt am rutschigen Boden verlieren, die Stömung spühlt uns sonst weg.
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Hunderte Kilometer Einsamkeit
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Weiter geht es hunderte Kilometer der Einsamkeit, über die endlosen Hügelketten Nordkaliforniens mit vom Wind gezeichneten Hemlocktannen und Jeffreypinien, nur Wind und Schatten sind unsere Begleiter. Oder doch nicht, grosse Abdrücke mit langen Krallen im Erdreich, Bären. Werden wir ihnen begegnen !
Oregon, Halbzeit. Vulkane, die ganzjährig unter dicken Eispanzern verborgen liegen weisen den weiteren Weg in Richtung Norden. In drei Wochen werden wir an ihnen vorbeiziehen. Hunderte Seen liegen am Trail, glizernd und tiefblau liegen sie in Tälern und in Wäldern verborgen. Wir liegen vor dem Zelt im Grass, die Luft ist noch warm. Der Duft des Nachtessens zieht durch unsere Nase. Die untergehende Sonne spiegelt die letzten Farben des Tages im stillen glatten Wasser. Wieder geht ein herrlicher Tag zu Ende.
Der Trail quert riesige Lavaströme, auf denen bis heute nur wenig Gras wächst, harte Flechten sind hier Zuhause. Der Trail wird hart und schroff, höchste Ansprüche an Schuhe und Füsse. Irgendwann, Ende August, Washington kommt in Reichweite. Der Staat ist bekannt für seine permanenten Wetterumschwünge. Kalte Herbstnächte und stechende Sonne durch den Tag begleiten uns beim überqueren der vielen steilen Pässe. Immer wieder Regen und Nebel und je näher die kanadische Grenze kommt, desto kälter wird es. Über Nacht hat sich die Landschaft verwandelt, alles ist weiss, der Weg wird schwierig zu finden. Die Kälte schleicht sich in unsere Knochen.
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Nordgrenze
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Nebelschwaden bedecken den Boden, nur einige Vögel sind in der Ferne zu hören. Zwischen dichtbewachsenen Bäumen erscheint langsam das fünfteilige Monument. Es symbolisiert das nördliche Ende des Pacific Crest Trails. Wir sind allein. Die Strecke ist geschafft.
"Die Welt bietet so viel Schönes, Unberührtes und Ursprüngliches, wir durften ein Teil davon sein. Ich werde dies nie vergessen und mich immer wieder zurückbesinnen, an die schönste und intensivste Zeit in meinem Leben"
Thru Hikerin.
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Druckbare Version
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