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 | Idyllwild |
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Fuller Ridge
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Die Welle fegt über uns hinweg, wir hören die nächste schon kommen. Sie nähert sich schnell, lässt sich weder von Felsen noch von Bäumen aufhalten. Es scheint, als würde unser Zelt vom Boden abheben. Mit nur sieben Heringen haben wir unser Zelt auf einer Kante verankert, der einzige Platz der zu finden war und der Wind bricht in heftigen Wellen, genau über diese Kante hinweg. KM 311, Tag 11, 5.45 Uhr. An schlafen war diese Nacht nicht zu denken. Der Wind hat die halbe Nacht an der Zeltwand gerissen. Es war ein höllen Lärm. Um sechs Uhr gehe ich nach draussen, eine kalte Windböe erfasst mich, ich schwanke, es ist eiskalt. Unser Thermometer zeigt nur 2 Grad an. Wir sind auf fast 3000 Meter Hoehe. Heute müssen wir über den berüchtigten Fuller Ridge. Wir haben schon einige Horror-Geschichten darüber gehört. Einige Hiker haben diese Stelle aussengelassen. Es liegt noch viel Schnee dort oben, eine Amerikanerin sei gestürzt und habe den Kopf angeschlagen, Hirnerschütterung. Ein Anderer, beim Sturz das Bein heftig verdreht. Ich mache uns einen warmen Tee und schaue zum Fuller Ridge, das wenig unterhalb liegt. Ein zerklüfteter Berggrat und die Nordseite sei noch mit Schnee bedeckt, heisst es. Wir gehen los, der Tee hat uns aufgewärmt. Immer wieder liegen umgestürzte Bäume auf dem Weg. Auf dem Grat tobt der Wind. Dann kommen wir zur Nordseite, grosse Schneefelder liegen vor uns. Ich setze einen Schuh in die vorhandenen Abdrücke und rutsche fast ab. Der Schnee ist in der Nacht gefroren, es ist eine einzige Eisfläche. Langsam gehen wir einen Schritt vor dem anderen. Neben uns geht es steil bergab, mehrere dutzend Meter.Plötzlich, Wanda rutscht aus, sie kann sich im letzten Moment mit dem Stock halten, ist hier die Amerikanerin abgerutscht. Meter weiter unten schauen dunkle Felsen zu uns hoch. Die Sonne erscheint langsam zwischen den Bäumen, der Schnee wird weicher, nun können wir gute Tritte in den Schnee schlagen. Das Schlimmste ist überstanden. Nach über 2.5 Stunden haben wir das Fuller Ridge hinter uns gebracht. Entkräftet liegen wir in der Sonne und Tanken neue Energie.
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Überraschung
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Seit Tagen laufen wir durch die Wüste, staubig und stikig war es. Vor uns steht der nächste Wegweiser: Guffy Campground, 34 KM und ..... da steht doch tatsächlich, MC Donalds 600 Meter. KM 581, Tag 21, 9.30 Uhr. Die Entscheidung fällt uns leicht, Morgenessen im MC Donalds. Staubig und verschwitzt stehe ich an der Theke und warte auf unser Essen. Ein Amerikaner kommt zu mir. "Hey, wath are you doing ?" Wir laufen von Mexiko nach Kanada, erkläre ich ihm. "Wohw, great job man !" Er gibt mir noch einen Handschlag. Wir treffen immer wieder auf begeisterte Leute. Mark und Jessica kommen auch noch. Sie haben 2005 einen Teil des PCT gemacht und dort Bettina und Philippe aus Thun kennen gelernt beim Apfelkuchenessen. Während unseren Vorbereitungen haben wir Bettina und Philippe auch kennen gelernt und einen morgen bei ihnen zu Hause verbracht. Die Welt ist manchmal klein. Später kommt Paranoia, als er die erste Klapperschlange sah, ist er so erschrocken, ging ein zwei Schritte zurück, stürzt und blieb wie eine Schildkroete auf dem schweren Rucksack liegen.
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Es ist noch frü am Morgen, wir liegen noch im Bett. KM 619, Tag 23, Wrightwood, irgendwann am Morgen. Über drei Wochen sind wir nun schon unterwegs. Während wir so daliegen, kreisen unsere Gedanken. Mesa Wind Farm, hunderte Windräder produzieren Strom für Los Angeles, eine kleine Schildkröte finden wir dort auf dem Trail. In einem heissen Canyon lernen wir Susi und Herbert kennen, ein weiteres Pärchen aus der Schweiz. San Bernardino Group Camp, Trailangel veranstalten einen Sonntag-Morgen-Brunch. Während dem Brunch kommt ein Pärchen, die mit vier Lamas unterwegs sind. Big Bear City, der Trail macht einen Knick, um der Mojave-Wüste auszuweichen, ca. 500 KM gehts nach Westen. Eric the black, alles ist schwarz an ihm, vom Auto über Kleider bis zu den Haaren. Er bringt uns auf einer Schüttel-Fahrt von Big Bear City zurück auf den Trail über staubige Sandpisten. Ich halte mich fest am Jeep, Wanda lacht auf der Rückbank, ihr gefällt die Fahrt. Ein riesiger Waldbrand tobte letztes Jahr. Weite Waldflächen sind abgebrannt. Ein seltsamer Ort. Mitten in der Landschaft, immer wieder Hiker-Boxen mit verschiedenen Erfrischungen darin, Wasser, Früchte usw. Trailangel füllen diese regelmaessig auf. Silverwood Lake, ein See mitten in der Wüste, wir fühlen uns wie an der italienischen Riviera. Jeder Tag hält immer wieder eine neue Überraschung für uns bereit.
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Druckbare Version
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